Beschreibung

Die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues plant ein interkommunales Gewerbegebiet von ca. 70 ha auf dem Gebiet der Gemeinde Maring-Noviand. Das Gelände befindet sich auf dem Brauneberg oberhalb der L 47 (Mülheimer Brücke nach Osann-Monzel). Da die Abstände zu den ersten Wohneinheiten etwas größer ist, sollte der südliche Teil als Industriestandort ausgewiesen werden.

Die Ortsgemeinde Osann-Monzel möchte sich mit weiteren Flächen beteiligen, sodass ein noch größeres Gebiet entstehen würde.
Als Anbindung ist ein Kreisel auf der L 47 in der Nähe der Tankstelle angedacht. Im Gespräch sind aktuell 67.000 qm. Die Gemeinde möchte sich für die Zukunft für noch größere Ausweisungen einsetzen und hat sich für eine „Gewerbe-Gemeinde“-Ausweisung im Raumordnungsplan ausgeprochen!!!

Vorteile eines Gewerbe- und Industriegebiets könnten sein:

  • neue Steuereinnahmen (verteilt auf Gemeinde, VG, Kreis, Land und Bund)
  • Ausbildungsstellen
  • neue Kunden und Aufträge für örtliche Betriebe
  • Gewinn durch Verkauf von Parzellen

Aber auch Nachteile bleiben nicht aus:

  • Verlust von Erholung- und Naturflächen
  • große neu versiegelte Flächen, dadurch schnellere und stärkere Hochwasser in Oestelbach und Lieser
  • Beeinträchtigung der Mosel-Wein-Kulturlandschaft
  • Erschließungskosten, die uns als Einwohner von Gemeinde und Verbandsgemeinde möglicherweise doppelt treffen
  • Straßen- und Betriebslärm, evtl. auch im Schichtbetrieb
  • Abgase, Abwässer, Staub, Lichtsmog
  • Verlust von landwirtschaftlicher und weinbaulicher Nutzfläche, Benachteiligung der Ortsansässigen Landwirte und Winzer
  • Verlust des Erholungswerts und Beeinträchtigung des Fremdenverkehrs
  • Eine zukunftsorientierte Dorfentwicklung hin zu qualitativem Wohnen wird für die nächsten Generationen ausgeschlossen.
  • Prinzipiell wird durch ein interkommunales Gewerbegebiet im Raumordnungsplan (ROP) die Gemeinde Maring-Noviand nicht mehr als Erholung/Landwirtschaft/Wohnen Gemeinde auftreten, sondern zusätzlich und explizit als „Gewerbe-Gemeinde“. Dadurch werden in Zukunft noch größere Ausweisungen möglich sein!!

„Die besondere Funktion Gewerbe soll Gemeinden zugewiesen werden, die bereits bedeutsamen Gewerbebesatz aufweisen, dessen Bestandspflege und Weiterentwicklung Baulandausweisungen über die Eigenentwicklung hinaus erfordern. Darüber hinaus soll sie Gemeinden zugewiesen werden, in denen das produzierende Gewerbe verstärkt werden soll und die hierfür besonders geeignet sind.“

(Zitat aus dem Raumordnungsplan)

Ein Kommentar zu „Beschreibung

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  1. Arbeitsplätze entstehen in Unternehmen – das ist klar! Allerdings entstehen in unmittelbarer Nähe von Industrie keine familienfreundlichen Wohnalternativen. Die Gemeine erhält nur einen Bruchteil der Gewerbeeinnahmen, trägt aber zu 100 % die Nachteile!

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